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Bei OT ist nach dem 4:0 die Hoffnung zurück Schlusslicht SV Grohn dagegen verliert durch die Niederlage im Kellerduell langsam den Anschluss
Von DINO BERNABEO
Bremen. Es war die 72. Minute im Kellerduell der Fußball-Bremen-Liga zwischen OT Bremen und dem SV Grohn: Ein Grohner Verteidiger wollte nach einer Abseitssituation den Freistoß schnell ausführen. Anstatt in der gegnerischen Hälfte landete der Ball allerdings aus kurzer Distanz mit voller Wucht am Kopf des eigenen Torwarts und Andreas Balzer blieb benommen am Boden liegen. Es war ein symbolisches Bild für den SV Grohn, der nach der 0:4 (0:2)- Pleite bei OT nun die Rote Laterne ganz fest bis ins neue Jahr in den Händen hält und mittlerweile seit 14 Partien ohne Sieg ist. "Wir wollten uns auch für die 1:7-Klatsche im Hinspiel revanchieren", sagte OT-Trainer Volker Wittfoth - das war jener Dreier, den die Nordbremer letztmals einfuhren. "Jetzt müssen wir auch mal auswärts punkten", fordert Wittfoth nach acht Niederlagen aus acht Auswärtspartien. Zuhause bezwang OT die direkte Konkurrenz aus Melchiorshausen, Wulsdorf und eben Grohn. Der Heimvorteil machte sich deutlich auf dem Kunstrasen bemerkbar. "Wir trainieren zwei Mal in der Woche auf diesem Platz und selbst Mannschaften wie Brinkum oder Bremerhaven haben hier Probleme gegen uns", beschrieb OT-Spieler Serkan Yücel. Auf dem, gerade bei Regen, äußerst schnellen Untergrund kombinierten die Hausherren deutlich besser als die Gäste, die es meist nur mit langen Bällen versuchten. Serkan Yücel brachte die Gastgeber per Kopf, nach Flanke von Artur Schmidt, in Führung (16.). SVG-Schlussmann Andreas Balzer kam zu spät aus seinem Kasten und konnte Yücel nicht mehr am Kopfball hindern. Als Volker Wittfoth an der Seitenlinie nach zwei Pfostentreffern (26., 40.) und einem vergebenen Sololauf (43.) schon zu verzweifeln drohte, erhöhte Nils Mondre noch vor der Halbzeit auf 2:0 (44.). Der Start nach dem Pausentee hätte für die Gastgeber nicht besser laufen können: Die erste Aktion, ein Freistoß von Nils Mondre, landete genau auf dem Kopf von Michael Fibich, der zum 3:0 einnickte (46.). Der Co-Trainer half trotz Knieproblemen und wenig Spielpraxis im Sturm wegen Personalproblemen aus und machte ein richtig gutes Spiel. "Kompliment an die Mannschaft, aber besonderen Respekt an Michael, der dem Team super geholfen hat", lobte Wittfoth. Den Schlusspunkt setzte Nurhak Akbayir (59.), obwohl das Ergebnis noch höher hätte ausfallen können. "Endlich haben wir mal deutlich gewonnen", freute sich der OT-Trainer. "Wir waren uns der Lage bewusst, dass wir punkten müssen", meinte Yücel. Dieser Lage war sich Grohn anscheinend nicht bewusst.
Weser Kurier vom 06. Dezember 2009
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